Industrie 4.0: Prozesssteuerung als Kernelement

Morgen ist heute schon gestern! Echtzeit, Geschwindigkeit und hohe Qualität werden in Zukunft (heute) die bestimmenden Faktoren für erfolgreiche Unternehmen sein.

Fertigungs- und Geschäftsprozesse werden in Echtzeit über große Entfernungen vernetzt und vom Rohbaustein bis zum Endverbraucher gesteuert. In den Dienstleistungsbereichen wird ein Umdenken der Geschäftsmodelle stattfinden und Gewinner werden die sein, die schnell sind und nicht nur die Besten.

Die Digitalisierung zwingt Unternehmen zum Umdenken

Frank Piller, Professor für Technologie und Innovationsmanagement an der RWTH Aachen und am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge/USA, beschreibt die veränderte neue Marktsicht durch eine Metapher: „Der Kunde will keinen Bohrer, sondern ein Loch.“ Diese Sichtweise impliziert ein „neues Verständnis der Werte eines Unternehmens“ und ist zugleich „Ausgangspunkt neuer Wertschöpfungsketten“, so Piller. Als Beispiel führt er das Internetportal eMachineshop.com an. Anstatt stundenlang durch Baumärkte zu streifen, können Kunden hier benötigte Bauteile aus Metall und Kunststoff mit einem einfachen CAD-Programm selbst entwerfen und direkt online in Auftrag geben.

Was die Kunden im Zeitalter von Industrie 4.0 erwarten, verdeutlicht auch dieses Beispiel: „Es ist nicht die hochwertige Heizung, die einmal verkauft wird, sondern das zehn Jahre garantiert warme Haus, in dem der Kunde sich um die Heizung nicht kümmern muss.“

Ohne digitale Vernetzung geht es nicht

Die neuen Geschäftsmodelle setzen nicht nur eine Vernetzung von Hersteller, Dienstleister und Kunde voraus, sondern die durchgängige Kommunikation zwischen Maschinen, Menschen, Unternehmen, einzelnen Komponenten, Anlagen, Steuerungen, Halbzeugen, Produkten etc.

Die Prozessebenen der Unternehmen werden durchgängig miteinander verknüpft und auf Grundlage der jeweils aktuellsten Prozessdaten immer wieder neu aufeinander abgestimmt. Eine zentrale Funktion für Wertschöpfungsnetzwerke ist die dynamische Optimierung aller Prozesse auf der Basis von KPIs (Key Performance Indicators). Bestimmend werden hier vor allem die Indikatoren Zeit, Qualität, Ressourceneinsatz und Energiekosten sein.

Erfolgreiche Unternehmen von morgen schaffen heute die Basis. Die Dokumentation von Prozessen und deren Steuerung ist dabei nur der erste Schritt – folgen muss eine schnelle Digitalisierung. Denn nur so können sie morgen sicher sein, gestern alles richtig gemacht zu haben.

 

Bildquelle: Shutterstock

Ein Gedanke zu “Industrie 4.0: Prozesssteuerung als Kernelement”

  1. Karl75h

    Mir ist es auch sehr wichtig, dass egal welche Anschaffungsgegenstände es sind, diese lange halten. Das trifft dann bei Heizsystem erst recht zu. Schliesslich hat man ja schon genug zu tun und da ist jeden Entlastung wichtig. Das fängt nun mal bei der Heizung an =)

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