#Schichtwechsel bei Microsoft – ein Unternehmen transformiert sich und seine Branche

#Schichtwechsel bei Microsoft – ein Unternehmen transformiert sich und seine Branche

Wie präsentiert sich Microsoft in Zeiten der Digitalisierung? Geht das Unternehmen mit der Zeit oder bestätigt es wieder mal seinen Ruf, dem Trend hinterherzuhinken?

Immer wieder hört man böse Zungen behaupten, der Softwaregigant Microsoft habe die mobile Revolution verschlafen. Und tatsächlich lässt sich diese Argumentation durch einige unumstößliche Fakten stützen: Denken Sie doch mal daran, wie Steve Ballmer das Potenzial des iPhones vollkommen verkannte und sich gar über Apples Vorstellung mokierte, Kunden wären bereit, 500 US-Dollar für ein Gerät ohne Tastatur auf den Tisch zu legen. Oder denken Sie an Windows 8, das den Einzug des Unternehmens in den Tablet-Markt sichern sollte und kläglich scheiterte. Vielleicht auch daran, dass der ehemalige Mobiltelefon-Marktführer Nokia bei seiner Smartphone-Strategie alle Karten auf Windows Phone setzte und diesen Geschäftsbereich nach Jahren der roten Zahlen schließlich abstoßen musste.

Nach diesen Anlaufschwierigkeiten im mobilen Markt bahnte sich jedoch schon bald eine Wende an: Ballmer dankte ab und der ehemalige Leiter von Microsofts Cloud-Sparte trat Anfang 2014 seine Nachfolge an. Satya Nadella erklärte „Mobile-first, Cloud-first“ zum neuen Unternehmensmantra und brachte den schlafenden Riesen wieder auf Zukunftskurs. Zu diesen beiden Schlagwörtern hat sich mittlerweile noch ein drittes gesellt: Digitalisierung. Microsoft steuert inzwischen mit Vollgas ins digitale Zeitalter und wendet die Prinzipien der digitalen Transformation nicht nur auf den eigenen Geschäftsalltag an, sondern sorgt gleichermaßen dafür, dass andere dasselbe tun können.

Microsoft Deutschland – die treibende Kraft der Digitalisierung

Unter dem Motto #Schichtwechsel diskutierte Microsoft auf der Digital-Konferenz re:publica in diesem Jahr das gesamte Themenspektrum der digitalen Transformation und positionierte sich somit als Meinungsmacher. Unter anderem wurde hier erörtert, wodurch sich die vierte industrielle Revolution auszeichnet, wie Arbeiten in der Zukunft aussehen können und welche Auswirkungen Prozessautomatisierung und künstliche Intelligenz haben. Sabine Bendiek, seit Januar 2016 Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, begründet die neue Schwerpunktsetzung ihres Unternehmens im Zuge der digitalen Transformation folgendermaßen:

„Wir sehen doch schon heute, dass tradierte Prinzipien in den Feierabend gehen und neue Konzepte breit diskutiert werden. Dabei ist nicht für uns Menschen oder die Mitarbeiter ein Schichtwechsel angesagt, sondern für überholte Methoden der Arbeitsorganisation.“

Indes geht Microsoft selbst mit gutem Beispiel voran und transformiert seine inneren Strukturen. Während Yahoo-Chefin Marissa Mayer Anfang 2013 verkündete, Heimarbeit sei künftig nur noch in absoluten Ausnahmefällen gestattet, entschied sich Microsoft für ein moderneres Arbeitsplatzmodell und sprach sich deutlich für den sogenannten „Vertrauensarbeitsort“ aus. Im Zuge dieser Umstrukturierung wurden sogar einige kleinere Niederlassungen in Deutschland geschlossen – wenn die Mitarbeiter sowieso nur noch alle zwei Wochen ins Büro kommen, können sie schließlich auch den Weg in die nächstgelegene Großstadt auf sich nehmen. Apropos Großstadt: Die im Münchener Stadtteil Schwabing entstandene neue Microsoft-Deutschlandzentrale gilt mit ihrem „Smart-Workspace“-Konzept als Musterbeispiel für die selbstbetitelte „neue Welt des Arbeitens“.

Digitalisierungsprojekte in der Cloud

Aber im Zuge der Digitalisierung ändern sich natürlich nicht nur die Arbeitsplatzmodelle, sondern auch das Kerngeschäft Microsofts. Rufen wir uns nochmal das neue Mantra „Mobile-first, Cloud-first“ ins Gedächtnis, haben wir gleichzeitig die beiden Grundpfeiler der unternehmenseigenen Digitalisierungsstrategie zusammengetragen: Auf der Mobile-Seite Windows 10, das nun endlich auch auf tragbaren Geräten vernünftig läuft und auf der anderen Seite die Cloud-Computing-Plattform Azure mit ihren zahlreichen Teillösungen für IoT- und Industrie-4.0-Szenarien. Hier ist besonders die Cortana Intelligence Suite zur Big-Data- und Business-Intelligence-Analyse von Unternehmensdaten hervorzuheben.

Einer der meistgefragtesten Anwendungsfälle derartiger Analyselösungen liegt im Bereich der sogenannten Predictive Maintenance. Besonders im produzierenden Gewerbe ist es von großer Bedeutung, mechanische Probleme anhand geschickter Analysen vorauszusehen und aktiv zu handeln, um sie zu verhindern – so können Ausfallzeiten und Verzögerungen auf ein Minimum reduziert werden. Rolls-Royce setzt hierfür Microsofts Azure IoT Suite in Verbindung mit der Cortana Intelligence Suite zur Entwicklung intelligenter Triebwerke ein. So werden unter anderem Daten zum Zustand der Triebwerke, aber auch zu Routeneinschränkungen und der Treibstoffnutzung gesammelt und analysiert, um Trends und Anomalien zu identifizieren. Und jährlich Millionenbeträge einzusparen.

Ein etwas bodenständigeres Projekt, von dem dafür theoretisch jeder etwas haben kann, ist die intelligente, multifunktionale Straßenlaterne SM!GHT, entwickelt vom baden-württembergischen Energieversorger EnBW auf Basis der Azure IoT Suite. Mit ihrer Mehrfachfunktion als Internet-Hotspot, Ladestation für Elektrofahrzeuge, Notrufsäule und Messstation für Umweltdaten bringt sie einige Gemeinden Südwestdeutschlands schon heute auf den Weg in Richtung Smart City.

Volle Fahrt voraus

Rückständig, veraltet und gnadenlos abgehängt von Apple, Google und Facebook? Das war einmal. Heutzutage präsentiert sich Microsoft in neuem Licht und gibt sich größte Mühe, smart, mobil und digital zu sein – oder zumindest nach außen hin so zu erscheinen.

Wenn Sie mehr zum #Schichtwechsel bei Microsoft und in der gesamten Branche erfahren möchten, kann ich Ihnen übrigens den vom Unternehmen gemeinsam mit seiner Kommunikationsagentur FAKTOR 3 betriebenen gleichnamigen Blog empfehlen. Blicken wir in diesem Sinne gemeinsam in eine Zukunft, in der gilt:

„Humans and machines will work together – not against one another.“

Bildquelle: rmnoa357 / Shutterstock.com

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.