Ein Rückblick auf die 1. Start-up-Safari im Rhein-Main-Gebiet

Ein Rückblick auf die 1. Start-up-Safari im Rhein-Main-Gebiet

Zwei Tage, fünf Städte und mehr als 50 Sessions – am 27. und 28. September öffnete das Start-up-Ökosystem im Rhein-Main-Gebiet seine Türen und lud zur Safari durch den Gründerdschungel.

Wer oder was ist eine Start-up-Safari? Das erfolgreiche Event-Franchise, das ursprünglich aus Berlin kommt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Eindruck der Start-up-Region zu vermitteln und die relevanten Player zu vernetzen. So kamen in Darmstadt, Frankfurt, Mainz, Offenbach und Wiesbaden rund 450 Teilnehmer – vom Jungunternehmer über den Investor oder Wirtschaftsförderer bis hin zum Studenten – zusammen, um mehr über die Start-up-Szene im Rhein-Main-Gebiet zu erfahren. Neben Gründerzentren wie dem Tech-Quartier in Frankfurt, dem Heimathafen in Wiesbaden und Ostpol in Offenbach öffneten auch viele Start-ups ihre Büros. Einen festen Veranstaltungsort gab es damit nicht. Die Besucher konnten sich ihr Programm individuell nach Interesse gestalten.

Meine persönlichen Highlights

In der Tat begeisterten mich alle von mir besuchten Sessions: sie waren spannend, vielseitig und gehaltvoll. Anstatt stupider Frontalvorträge erwarteten die Besucher kurze Pitches, Rundgänge und interaktive Präsentationen. Auch Termine, die sich nur ergeben hatten, weil es die Gestaltung meines persönlichen Zeitplanes nicht anders erlaubte, überraschten und überzeugten mich. Eine dieser Sessions schaffte es am Ende sogar unter meinen Favoriten – hier kommen meine Top 3:

  1. Unibator: Einblicke in die „Brutstätte der Innovation“ an der Goethe Universität

Nicht nur die Einrichtung Unibator wurde vorgestellt, sondern auch einige daraus entstandene Start-ups. So stellte Freiskript beispielsweise seinen kostenlosen Druckservice für Universitätsskripte vor. Gesponsert wird der Druck von Unternehmen, welche die Chance haben, in den Skripten nach Mitarbeitern zu werben. So können sie bereits während des Studiums erste Kontakte zu Fachkräften knüpfen. Aber auch die Smoothie-Bowls von Oatsome oder die Aftershaves von Dr. Severin beeindruckten: Die Gründer des gesunden Frühstücks treffen mit ihrem Lifestyle-Produkt den aktuellen Zeitgeist, verkauft wird on- und offline. Dr. Severin setzt dagegen auf einen digitalen Vertriebsprozess mit Fokus auf Amazon. Im Anschluss an die Pitches standen die Gründer für Fragen zur Verfügung.

Session von Freiskript.
Session von Freiskript.
  1. StartWerk-A: 7 Slide / 7 Minuten – Wiesbadender Start-ups stellen sich vor

Das StartWerk-A ist ein Gründerzentrum in Wiesbaden. Start-ups haben hier die Möglichkeit, sich moderne Büroflächen mit Altbauflair zu finanzierbaren Konditionen anzumieten. Im Rahmen der Sessions wurden sowohl das Gebäude als auch verschiedene Start-ups vorgestellt. Beispielsweise Rios Golf mit ihrem selbst entwickelten Putter aus Acrylglas oder UrbanX – eine App, die zum Ziel hat, Menschen zum Sport zusammenzubringen. Wie beim Unibator in Frankfurt waren somit auch in Wiesbaden Start-ups aus den klassischen Industrien sowie Gründer mit digitalen Geschäftsmodellen anzutreffen.

Das StartWerk-A in Wiesbaden.
Das StartWerk-A in Wiesbaden.
  1. Emma-Matratze: Do success factors exist?

Trotz zahlreicher etablierter Player entschieden sich die Gründer von Emma, eine Matratze auf den Markt zu bringen: „One fits all“ lautet das Konzept – geeignet für jede Körpergröße und jedes Gewicht. Gekauft wird online. Die Kunden haben die Möglichkeit, die Matratze 100 Tage zu testen und bei Nichtgefallen kostenfrei zurück zu senden. Bereits im ersten Geschäftsjahr verkauften die Gründer mehr als 40.000 Matratzen. Mit den Höhen und Tiefen ihrer Geschichte sowie ihren zukünftigen Plänen faszinierten sie die Zuhörer.

Vorstellung der Emma-Matratze.
Vorstellung der Emma-Matratze.

Anregungen für eine Start-up-Safari 2.0

Auch eine kritische Betrachtung der Veranstaltung soll nicht ausbleiben, wobei es sich eher um Optimierungsvorschläge als um harte Kritik handelt. Für mich aus Besuchersicht verlief die Veranstaltung sehr reibungslos. Als schwierig empfand ich zum Teil das Auffinden der Eventräume. Das lag hauptsächlich daran, dass außerhalb der Locations wenig auf das Event hingewiesen wurde. Auch die Zeitslots zwischen den Sessions waren meist (zu) knapp. Somit konnte ein Zuspätkommen häufig leider nicht vermieden werden.

Zusammenfassend war die Start-up-Safari für mich eine interessante Erfahrung und ein voller Erfolg. Ein tolles, abwechslungsreiches Programm mit motivierten und leidenschaftlichen Rednern. Als Besucher hatte man die Möglichkeit, einen tiefen Einblick in die Start-up-Szene des Rhein-Main-Gebietes zu erhalten und interessante Kontakte zu knüpfen. Ich freue mich auf eine Wiederholung!

Waren auch Sie beim Event dabei? Was waren Ihre Highlights?

 

Bildquelle: Shutterstock

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