Start-Up Slam Funke 2017 – Ein Rückblick

Zum vierten Mal wurde am 14. März der Start-Up Slam Funke in Mainz ausgetragen. Beim Finale im Roxy erhielten vier Start-ups die Chance, das Publikum von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen.

Am Wettbewerb teilnehmen konnten Start-ups und Gründer mit Sitz in Rheinhessen und Umgebung. Die Geschäftsidee musste zudem aus einem der folgenden Bereiche stammen: E-Commerce, Social Media, mobile Technologien, IT, Online B2B- oder B2C-Dienstleistungen, digitale Medien, Telekommunikation oder Gaming. 20 qualitativ hochwertige Bewerbungen, die auch allesamt die Kriterien des Wettbewerbs erfüllten, konnten nach einer ersten Auswertung identifiziert werden. Daraus wurden die acht Besten zu einer ersten Pitch-Runde eingeladen. Nur vier von ihnen erhielten schließlich letzten Dienstag die Chance, sich beim Finale im Roxy der Menge – und der Jury – zu stellen. Sechs Minuten bekam jeder Finalist, um von seiner Geschäftsidee zu überzeugen. Wenig Zeit, in der es um viel Geld ging: 3.000 Euro in bar und Beratungsleistungen im Wert von 27.000 Euro winkten für den Sieger.

Nicht nur die vierköpfige Jury bewertete die Slammer – auch jeder Zuschauer erhielt beim Eintritt eine Bewertungskarte, um Punkte zwischen 1 und 10 für jeden Vortrag vergeben zu können. Die Publikumsstimme floss zu 1/3 in die Gesamtbewertung ein. Die Jury bewertete direkt im Anschluss an die Präsentation, sichtbar für jeden, indem sie Bewertungskarten in die Höhe hielt. Eine Anzeige auf der Bühne markierte die Lautstärke des Applauses und somit die Begeisterung der Zuschauer. Nach den Pitches wurden die Stimmen ausgewertet. Und bereits nach kurzer Zeit konnte die Platzierung verkündet werden:

Platz 1: UrbanX – your social sports app.

Das junge, sportbegeisterte Team aus Wiesbaden hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen in der echten Welt zum Sport zusammenzuführen. Dafür hat das Team im Herbst 2016 mit der App UrbanX das erste Social Sports Network gestartet. Mitglieder können sich einfach und schnell zum Sport verabreden und neue Leute kennenlernen. Jeder hat die Möglichkeit, eigene Meet-ups zu erstellen oder sich von anderen Sportlern aus der Nähe im Park, auf dem Sportplatz oder mitten in der Stadt inspirieren zu lassen.

Platz 2: Berries

Mit der Berries App versuchen die Gründer aus Frankfurt das Investieren für den Endkonsumenten zu vereinfachen. Hierfür wird die EC- oder Kreditkarte verschlüsselt mit der entwickelten App verbunden. Ähnlich wie bei der Initiative Deutschland rundet auf wird jede Kartenzahlung zum nächsten Euro aufgestockt. Die Differenz (Round-Ups) wird dann vollautomatisch in kostengünstige Portfolien investiert. Um den Aspekt der Personalisierung zu berücksichtigen, hat jeder User die Möglichkeit, persönliche Ziele in der App zu speichern.

Platz 3: Kullo

Das Start-up Kullo aus Wiesbaden wurde bereits im Oktober 2012 gegründet. Im Zentrum steht eine benutzerfreundliche Lösung für eine sichere Kommunikation. Kullo bietet End-to-End-Verschlüsselungen, die direkt in der Software integriert sind. Somit ist gewährleistet, dass niemand außer dem Versender und Empfänger auf die Nachrichten zugreifen kann – auch nicht das Start-up selbst. Alle komplizierten technischen Abläufe und Ablenkungen werden in den Hintergrund der Software verbannt und beanspruchen keine Beachtung des Versenders.

Platz 4: Tjati

Durch die App Tjati „E-Commercety“ werden Kunden auf ihrer Customer-Journey Face-to-Face von Freunden oder Einzelhändlern begleitet. Das Start-up aus Wiesbaden möchte mit seinem Vorhaben ein zentrales Problem des Onlinehandels lösen: die fehlende Beratungsleistung. Durch das Plug-in, können lokale Ladenbesitzer mit ihren Online-Kunden in Kontakt treten und sie beraten. Auch Freunde oder Bekannte, die sich als Experten einstufen, können einem Interessenten ihre Erfahrungen mitteilen.

Doch wie geht es im Anschluss des Wettbewerbs mit den Start-ups weiter? Wie wird der Gewinn vom Sieger eingesetzt, um die Geschäftsidee weiter voranzutreiben? Diese und weitere Informationen über die vergangenen Slams werden leider nicht vom Veranstalter angeboten. So bleibt nur die Eigenrecherche, was aus interessanten Gründern (wie zum Beispiel Lexalgo, einem LegalTech und Gewinner des ersten Slams) geworden ist.

 

Bildquelle: Shutterstock

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